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Corona-Infos

Corona-Steuern

Wir helfen Ihnen selbstverständlich gerne bei den nachfolgend genannten Anträgen.

Wir sind für Sie telefonisch und per Email erreichbar.

 

Wenn Sie die Anträge selbst durchführen wollen, lesen Sie bitte zunächst die Erklärungen unterhalb und verwenden Sie den SLT-Corona-Prognoserechner zur Ermittlung der notwendigen Zahlen!

 

Einkommensteuer

Das Steuerrecht enthält einige Reduktionen von Abgabenzahlungen bzw. Erleichterungen für Unternehmen in schwierigen Situationen, wie etwa der gegenwärtigen Corona-Infektion.

 

Voraussetzung für die Anwendung der unten angeführten Maßnahmen ist in allen Fällen, dass der Steuerpflichtige glaubhaft machen kann, dass er von einem Liquiditätsengpass betroffen ist, der konkret auf eine SARS-CoV-2-Virus-Infektion zurückzuführen ist.

Dazu zählen zB außergewöhnlich hohe Stornierungen von Hotelreservierungen, Ausfall von Sport-und Kulturveranstaltungen aufgrund behördlicher Verbote, Ausfall oder Beeinträchtigung von Lieferketten oder Ertragseinbußen durch Änderung des Konsumverhaltens. Für die Glaubhaftmachung kann unbürokratisch der [unten] angeführte Text verwendet werden.

Sämtliche Anträge, die die unten angeführten Maßnahmen betreffen, sind sofort zu bearbeiten.“ (BMF-Info 16.3.2020)

 

Herabsetzung bzw. Nichtfestsetzung von Vorauszahlungen für Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer

Um die Liquidität des Unternehmens zu verbessern, können sie die Vorauszahlungen für die Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen bis auf Null Euro herabsetzen lassen.

Damit sinken die laufenden Zahlungen an das Finanzamt!

 

Wenn auch eine herabgesetzte Vorauszahlung in Folge der Corona-Epidemie die Liquidität des Unternehmens massiv betreffen würde, kann beim Finanzamt „angeregt“ werden, die Vorauszahlungen mit Null Euro gemäß §206 Abs1 lit.a BAO festzusetzen.

 

Um die neue Höhe der Vorauszahlungen für die Einkommensteuer 2020 zu berechnen, verwenden Sie bitte unseren SLT-Corona-Prognoserechner.

 

Für die Ermittlung der Vorauszahlungshöhe für die Körperschaftsteuer können Sie den SLT-KöSt-Rechner verwenden und den Wert „Zwischenergebnis (=Abgabenschuld)“ verwenden.

 

Die Änderung der Vorauszahlungen kann entweder via Finanzonline oder zB mittels „kombiniertem Antrag“ (siehe weiter unten) an das Finanzamt beantragt werden.

 

FinanzOnline -> Weitere Services -> Vorauszahlungen -> Zeitraum: 2020

 

 

Nichtfestsetzung von Anspruchszinsen

Ergibt sich aus einem Einkommen- oder Körperschaftsteuerbescheid eine Nachforderung, werden für solche Nachforderungen normalerweise Anspruchszinsen festgesetzt. Diese können für betroffene Unternehmen entfallen.

 

Dies soll lt. BMF-Info (16.3.2020) von Amts wegen erfolgen, wenn sich für 2020 nach der Veranlagung eine Nachforderung als Folge von Herabsetzungen der Vorauszahlungen 2020 ergibt.

 

Stundung und Ratenzahlungen

Das Datum der Zahlung einer Abgabe kann auf Antrag hinausgeschoben (Stundung) oder eine Ratenzahlung vereinbart werden. Im Antrag muss die konkrete Betroffenheit glaubhaft gemacht werden.

 

Regelung bis 1.10.2020

Alle Abgabenschulden, die bis 26.9.2020 auf dem Steuerkonto verbucht waren, konnten mittels Stundungsantrag – der spätestens bis 1.10.2020 einzubringen war – bis 15.1.2021 gestundet werden. Für die bis 15.1.2021 gestundeten Abgabenschulden werden keine Stundungszinsen festgesetzt. Die beantragten Stundungen sind vom Finanzamt zu bewilligen.

 

Was derzeit gilt

Abgabenschulden, die ab 27.9.2020 auf dem Abgabenkonto verbucht waren, sind zum jeweiligen Fälligkeitsdatum zu bezahlen. Bisher gibt es keine Sonderregelung für Abgabenschulden, die nach dem 27.9.2020 entstehen. Auf Stundungen, die ab diesem Zeitpunkt eingebracht werden, gelten die üblichen abgabenrechtlichen Voraussetzungen der Bundesabgabenordnung (es muss erhebliche Härte vorliegen und die Einbringlichkeit darf nicht gefährdet sein). Die Bewilligung der Stundung ist eine Ermessensentscheidung des Finanzamtes, es besteht kein Rechtsanspruch auf Bewilligung der Stundung.

 

Geplante Änderung

Laut Initiativantrag, der am 23.11.2020 eingebracht wurde, sollen die derzeitigen Abgabenstundungen (wie unter Regelungen bis Ende September 2020 beschrieben) wie folgt verlängert werden:

Wir weisen darauf hin, dass die geplante Änderung noch nicht beschlossen und damit noch nicht rechtsgültig ist.

 

Säumniszuschläge

Wenn eine Abgabenschuld nicht spätestens am Fälligkeitstag entrichtet wird, ist normalerweise ein Säumniszuschlag zu zahlen. Diesen können betroffene Unternehmen herabsetzen lassen oder den Entfall der Zinsen beantragen.

Der Steuerpflichtige kann bei seinem Finanzamt beantragen, einen verhängten Säumniszuschlag gemäß §217 Abs7 herabzusetzen oder nicht festzusetzen. Im Antrag ist die konkrete Betroffenheit des Steuerpflichtigen glaubhaft zu machen.

Generell gilt heuer: “Für Abgaben mit Fälligkeit zwischen dem 15. März 2020 und 31. Oktober 2020 werden keine Säumniszuschläge festgesetzt. Dasselbe gilt für fällige Geldstrafen und Wertersätze.” (BMF, Stand 1.9.2020)

 

Mustertexte des BMF

„Liegt auf Grund der SARS-CoV-_-Virus-Infektion eine Ertragseinbuße vor, die sich auf die Höhe der Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für das Jahr 2020 auswirkt und/oder liegt ein dadurch verursachter Liquidationsengpass vor, kann die Glaubhaftmachung folgendermaßen erfolgen:

 

 

Herabsetzung von Vorauszahlungen

oIch bin in meiner betrieblichen Tätigkeit (Angabe der Branche…) von den Auswirkungen der der SARS-CoV-2-Virus-Infektion betroffen. Das bewirkt, dass die bisherige Festsetzung von Vorauszahlungen für das Kalenderjahr 2020 zu hoch ist. Ich habe die Auswirkungen der SARSCoV-2-Virus-Infektion auf die Höhe der Steuerbemessungsgrundlage für 2020 sorgfältig abgeschätzt und beantrage …..

 

Abgabeneinhebung

Ich bin in meiner betrieblichen Tätigkeit (Angabe der Branche…) von den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Virus-Infektion betroffen. Das bewirkt einen Liquiditätsengpass, der für mich einen Notstand darstellt. Ich beantrage daher ……“ (BMF-Info 16.3.2020)

 

 

Kombinierter Antrag zu Sonderregelungen betreffend Coronavirus

Sonderantrag Coronavirus (.pdf)

Sonderantrag Coronavirus (.docx)

 

Das Finanzministerium hat ein eigenes Formular für diese Anträge erstellt, das entweder an corona@bmf.gv.at gemailt oder über ihren FinanzOnline Zugang hochgeladen werden kann.
Die Finanzbehörden sind für weitere Fragen dazu telefonisch unter 050 233 233 erreichbar.

 

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by Dominik Stegmayer

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